Deutscher Marken- und Designkongress 2019

14.11.2019 Stuttgart


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116 days to go
14. November, 2019
Dauer: 1 Tag
Stuttgart, Deutschland
Mercedes Benz Museum

Moderator

Florian Ambrosius
LASCHET MEDIA

Florian Ambrosius begann seine Karriere als TV- und Eventmoderator bei Super RTL, nach einem Zwischenstopp bei Sat.1 wechselte er zu RTL2 und moderierte dort verschiedene Sendungen. Außerdem arbeitet er bis heute als Creative Director bei _wige Editorial. Als Eventmoderator führte er in den letzten Jahren u.a. durch die Europäische Konferenz von RE/MAX. Andere Veranstaltungen die er bereits moderierte waren u.a. der Danone Nations Cup, der Deutsche Vorlesepreis sowie die Kinderwelten Fachtagung oder Talents meets Bertelsmann. Aktuell moderiert er »Guten Morgen Deutschland« auf RTL.

Impulsvortrag

Prof. h.c. Dr. Gorden Wagener
Chief Design Officer @ DAIMLER AG

Gorden Wagener, geb. am 3. September 1968, ist Chief Design Officer der Daimler AG und verantwortlich fur das Design von Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans und Daimler Trucks. Nach seinem Studium des Industrial Design an der Universität Essen (1990-1993) spezialisierte er sich am Royal College of Art in London auf Transportation Design. Bevor er 1997 bei der damaligen Daimler-Benz AG anfing, war er als Exterieur-Designer für Volkswagen, Mazda und GM tätig. Gorden Wagener leitet seit Mitte 2008 den weltweit tätigen Designbereich der Daimler AG. Für ihn ist Design markenprägend und ein ganzheitlicher Gestaltungsansatz essentiell, da sowohl die Produkte als auch die Marken der Daimler AG perfekt inszeniert werden müssen. Daher gestaltet sein international aufgestelltes Team sämtliche Marken und Produkte des Unternehmens - von den Automobilen bis hin zum holistischen Corporate Design aller Konzernmarken. Im Fokus seiner Arbeit steht die Hauptmarke Mercedes-Benz. Hierfür wurde unter seiner Leitung 2009 die neue Designphilosophie der sinnlichen Klarheit entworfen, welche einen modernen Luxus definiert. Sie verkörpert die beiden Ausprägungen„hot“ und „cool“ und bringt damit einen wesentlichen Aspekt der Marke Mercedes-Benz - die Bipolarität aus Emotion und Intelligenz – exakt auf den Punkt. Abgeleitet aus der Design Philosophie Sensual Purity hat das Design für Mercedes-Benz und seine Sub-Marken jeweils eine eigenständige Marken-Ästhetik definiert. Gorden Wageners Handschrift als Designchef tragen unter anderem der neue EQC, die A-Klasse mit dem neuen MBUX, das Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé und darüber hinaus smart sowie die Nutzfahrzeuge des Konzerns wie der Actros Facelift, der Vision Urbanetic und diverse showcars wie der Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury und der Vision EQ Silver Arrow.

Unsere Top-Referenten

Chris Harrold
SVP Marketing & Creative @ mohawk

Chris Harrold ist Senior Vice President Marketing und Creative Director bei Mohawk Fine Papers in Cohoes, New York. In seiner Position verantwortet er das Brand Management, die strategische Marktentwicklung und die kreative Leitung der Produkt- und Marketingkampagnen des Unternehmens. Er kam 1990 zu Mohawk, wo er verschiedene Posten von Verkauf bis Marketing innehatte und eine entscheidende Rolle spielte im Prozess, Mohawk als Marktführer im Digitaldruck zu etablieren. Harrold ist ein Lynda.com-Autor, wo er ausführlich über die Rolle von Papier und Druck im heutigen Design spricht. Er hat einen Abschluss an der State University of New York in Oswego sowie einen Master of Fine Arts am Rochester Institute of Technology College erworben.


Statement zum Thema Change Reloaded:
Printdesign als Objektdesign verstehen | Es ist an der Zeit, auf eine neue Art über Print zu sprechen. Lange haben wir es einem einzigen, wenn auch leistungsstarken Tool ermöglicht, eine ganze Designkategorie zu definieren. Die Begriffe Printdesign und Printdesigner haben sich in das Designlexikon eingebrannt, ohne Rücksicht auf die inhärente Kraft des Mediums. Design als Akt hat einen weitreichenden und vielfältigen Zweck, der Emotionen auslöst, die Kultur bereichert und Kunst und Handwerk zum Leben erweckt. Design mit nur einem einzigen Werkzeug zu definieren, unergräbt die physische Natur gedruckter Objekte und stutzt die Flügel von Druck als Medium und des Designers als Botschafter. Wenn wir etwas für »den Druck« entwerfen, wird unser Entwurfsprozess auf eine Kurzform reduziert: Wir entwerfen für ein Werkzeug, ohne ein Werkzeug für den Entwurf zu verwenden. Die Möglichkeiten, ein Objekt zu gestalten, werden in einer einzigen Schlussfolgerung zusammengefasst und reduzieren »Print« auf die einfache Darstellung eines PDF-Dokuments. Wir sollten unsere Print-Arbeit besser als Objektdesign verstehen. Um diesen Prozess der Objektgestaltung neu zu definieren, müssen wir mehr Eigenschaften als nur den einfachen Druck berücksichtigen, auch wenn das Endergebnis ein gedrucktes Werk ist. Überlegen Sie, wie ein Druckwerk in der Welt leben wird: Wo und womit es leben wird, wie es sich anfühlt, woraus es besteht, ob es schwer oder leicht oder zart oder rau sein wird, wegwerfbar oder wertschätzbar. Und vor allem, wie wird es jemandem ein Gefühl vermitteln? Wir alle verlassen uns auf zweidimensionale Bildschirme, um dreidimensionale Objekte herzustellen. Und je mehr wir das Drucken zur Standarderweiterung unserer 2D-Bildschirme machen, desto weniger nutzen wir die inhärente Kraft von 3D-Objektqualitäten. Diese Eigenschaften sind wichtige Qualitäten, die diskutiert, erforscht und manipuliert werden müssen, um Designmöglichkeiten zum Leben zu erwecken.

Andrej Kupetz
Hauptgeschäftsführer und Gastgeber des Kongresses @ Rat für Formgebung

Andrej Kupetz (*1968) ist seit 1999 Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, Frankfurt am Main. Er studierte Industriedesign, Philosophie und Produktmarketing in Berlin, London und Paris. Nach beruflichen Stationen in den Bereichen Designmanagement und Hochschultransfer wechselte er 1997 zur Deutschen Bahn AG. Dort war er für die Markenführung im Konzern sowie für die Implementierung verschiedener Corporate Design Prozesse verantwortlich. Kupetz ist Mitglied im Fachbeirat des Design Management Institute Boston. Seit 2011 gehört er dem Hochschulrat der HfG Offenbach am Main an. Im selben Jahr wurde er von der Europäischen Kommission in das European Design Leadership Board berufen. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.


Statement zum Thema Change Reloaded:
»Insgesamt lässt sich weiterhin – branchenübergreifend und unabhängig von der Unternehmensgröße – ein klarer Trend hin zu einer Professionalisierung der Markenarbeit feststellen; einhergehend mit einem tieferen Verständnis für die Bedeutung der Marke und der Einsicht in die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und langfristig ausgerichteten Markenführung.«

Christof Ronge
Global Industrial Design Director @ ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

Seit mehr als 25 Jahren trägt Christof Ronge durch die einzigartige Gestaltung von Produkten zur Entwicklung von Markenpersönlichkeiten bei. Angefangen hat er in den 80er-Jahren mit der Gestaltung und dem Bauen von Surfboards. Es folgte eine Ausbildung zum Verlagskaufmann und zum staatlich geprüften Masseur. 1989 absolvierte er eine professionelle Designausbildung am renommierten Art Center College of Design in der Schweiz und USA. Nach 16 Jahren Selbstständigkeit mit eigenem Designstudio und Arbeiten für Burton Snowboards, Nike, Vaude und K2 Sports leitete er 2006 bei Kiska Design in Salzburg ganzheitliche Designprojekte für Gasteiner Mineralwasser, Carrera Rennbahnen, Atomic, Kraus Maffei. 2010 wurde er Innovations- und Designmanager bei der Firma Kettler GmbH, Deutschland, wo er den Aufbau eines Designteams und das Produktdesign der unterschiedlichen Geschäftsbereiche verantwortete. Seit 2014 ist er in führender Funktion für die ASSA ABLOY Gruppe tätig und leitet die visuelle Harmonisierung des globalen Produktportfolios.


Statement zum Thema Change Reloaded:
Stillstand ist Tod. Veränderungen beleben. Produktportfolios wachsen meist organisch und werden über Jahre von unterschiedlichen Kräften geprägt, wie Kundenbedürfnissen, veränderten Marktsituationen, Meinungen, Geschmäckern, neuen Mitarbeitern, der Einbindung von Firmenaufkäufen ins Gesamtportfolio etc. Auf einmal ist es da: Das verwässerte Markenbild des Unternehmens. Konfus und ohne klare Persönlichkeit, ohne eine visuelle Modularität zwischen den Produkten. Alle strategischen Preispunkte sind besetzt und Portfolioentwicklung findet im Preis- und Funktionenkampf statt. Das „gute Gefühl“ und die Wiedererkennbarkeit bleiben auf der Strecke, das Vertrauen in die Marke und deren Produkte schwindet. Jetzt sollte man einen Wechsel herbeiführen, um Vertrauen, Mehrwert und Begehrlichkeit wieder neu aufzubauen. Den Fokus wieder auf Kunde und Marke zu richten, ohne den Wettbewerb aus dem Auge zu verlieren. Einzigartigkeit mit echtem Kundenmehrwert zu schaffen, um damit auch ein wenig unabhängiger vom Preiskampf zu werden.

Daniel Sorge
Head of Design @ FACTOR

Daniel Sorge ist Head of Design und Partner bei FACTOR. Seit 2002 begleitet er Unternehmen in der Entwicklung von Markenerscheinungsbildern und der Markenkommunikation. In seiner Funktion als Head of Design verantwortete er Projekte für Auftraggeber wie Brot für die Welt, die Hamburg Commercial Bank und die Internationale Schule Düsseldorf. Daniel ist vom Deutschen Designer Club und mit dem iF Design Award sowie dem Deutschen Preis für Corporate Design ausgezeichnet worden.

Christine Stark
Geschäftsführerin und Managing Partner @ ENDMARK GmbH

Seit 15 Jahren begleitet Christine Stark nationale wie internationale Unternehmen und Marken im Aufbau ihrer verbalen Identität, in der Entwicklung von Markennamen und Claims und der Realisierung einer eigenen Markensprache. Ihre Affinität für die Wirkung von Worten zeigte sich bereits in ihrem Studium der Germanistik, Romanistik und Europarecht in Mainz, Dijon und Köln. Als Geschäftsführerin von Endmark, der Agentur für strategisches Benennungsmarketing, betreut sie Kunden wie Arvato, Bertelsmann, Brita, Daimler, Deutsche Telekom, Intersnack, MAN, die Mediengruppe RTL, Opel.


Statement zum Thema Change Reloaded:
Mit Sprache beginnt schon immer die Markenbildung – von der Formulierung der Positionierung über Beschreibung von Werten bis hin zur Wahl des eigenen Namens. Die Rolle von Sprache im Kontext von Entwicklungen wie KI verändert sich: Werden Sprachassistenten wichtiger in der Entscheidung für eine Marke als die Markenpersönlichkeit? Es stellt sich die Frage, inwiefern Worte Algorithmen schlagen können. Inwiefern Sprache zunächst die Customer Journey von Kunden und dann die Markenwahl beeinflussen kann. Wir sind davon überzeugt, dass Markensprache das Potenzial hat, auch die Markenbildung der Zukunft entscheidend zu prägen. Sie bildet eine individuelle sprachliche Identität, die Haltung und Mehrwerte zum Ausdruck bringt und damit Alleinstellung erzeugt, bevor Marken und ihre Produkte in technologisch geprägten Entscheidungsprozessen untergehen.

Joachim Stürken
Leitung Markenpflege @ fritz-kola

Geboren 1966 in Bremen, verheiratet mit zwei Kindern. Hatte das Vergnügen als großer Fan italienischer Autos seinen ersten Job bei Alfa Romeo in der Werbung zu haben. Anschließend in Agenturen wie TBWA, Heimat oder Scholz & Friends als Berater auf vielen Autokunden (Nissan, Jaguar, Audi, Opel, Hyundai) und später auch auf vielen anderen Marken (Danone, Tchibo, BCG, Deutsche Bahn oder Vodafone) unterwegs. Seit Juni 2018 als Leiter der Markenpflege bei fritz-kola an Bord.


Statement zum Thema Change Reloaded:
Für uns bei fritz-kola bedeutet „Change“ den Schritt von einer Szene-Marke aus Hamburger und Berliner Kiezen in die große weite Welt zu machen, ohne unsere Wurzeln und unsere Haltung zu verlieren.

Markus Wagner
Director Marketing & Sales @ FlixBus

Markus Wagner ist bei FlixBus als Director Marketing & Sales tätig. Er hat an der Universität für angewandte Wissenschaften in München sein Diplom in Business Administration erworben. Es folgten Stationen als Marketing Manager bei der Allianz Australia Ltd., EMEA Expedia Inc. und als Director Marketing bei HRS/hotel.de. Wagners Aufgaben bei FlixBus umfassen die Leitung des Marketing & Sales Teams mit dem Ziel der Umsetzung diverser Marketing-Strategien, u.a. der Bereiche Brand Marketing, Offline Marketing, Marketing Intelligence, Mobile Marketing, International Marketing.

Christian Wehner
Global Digital Ambassador @ SAP

Christian Wehner ist Global Digital Ambassador der SAP. Als Business Development-Experte verantwortet er diverse Aktivitäten rund um SAP Customer Experience (SAP C/4HANA), zudem ist er Founding Member der BAW, Speaker und Thought Leader im Bereich „Innovation & Kreativität“. Vor seiner Zeit bei der SAP half er beim Aufbau und der Positionierung eines internationalen Online Marketing-Start-Ups mit heute über 600.000 aktiven Usern und steuerte die nationale Vermarktung im Red Bull Media House. Zudem war er im Vertrieb und der Content-Produktion bei diversen Radio-Stationen.


Statement zum Thema Change Reloaded:
Wandel ist universell, nicht nur digital. Er verändert die Gesellschaft, Kultur, Technologien und unser Denken. Wie können und müssen Unternehmen darauf reagieren? Wie bleiben Sie auch in Zukunft relevant für ihre Kunden? In seiner INNOVATION SESSION fordert Christian Wehner die Teilnehmer auf, sich für neue Denkweisen zu öffnen. Es geht darum, Perspektivwandel zuzulassen, neue Geschäftsmodelle zu entdecken und den Kunden ins Zentrum aller Aktivitäten zu stellen. Sie erfahren, wie künstliche Intelligenz und IoT bereits dazu beitragen, und erleben, wie Sie innovationsfreundliche Umgebungen in Ihrem Unternehmen schaffen.